Tag 2: Ein Dienstag voller Kunst...

Schönen Abend ihr Lieben, Ein anstrengender Tag voller Ereignisse an der FH neigt sich dem Ende zu. Dabei begann doch alles sehr vielsprechend, als mir eine Kommilitonin heute Morgen mitteilte, dass die Vorlesung "Übersetzen aus F2" ausfallen würde. So hatte ich wenigstens genug Zeit mich nach der Mittagspause auf meinen kleinen Vortrag über die Kunst der 80er Jahre für die Veranstaltung "Vertiefung Deutsche Kulturraumstudien" vorzubereiten. Um ehrlich zu sein, war die deutsche Kunstgeschichte bis vor ein paar Wochen Neuland für mich. Zwar bin ich kunst- und kulturinteressiert und besuche hin und wieder mal ein Museum oder Theater, dennoch waren Begriffe wie "Conceptual Arts", "das Gigantomanesque" oder " Neo-Expressionismus" Fremdwörter für mich. Im Laufe der Veranstaltung lernte ich dann viele verschiedene Kunstepochen und Formen kennen, die Eindruck bei mir hinterließen. Happening und Fluxus, die wichtigsten Formen der Aktionskunst der 1960er Jahre beeindruckten und schockten mich zu gleich. Wie kann man beispielsweise einen neuen, noch nie gespielten Flügel auf einer Bühne in seine Einzelteile zerlegen und behaupten, dass das Kunst sei?? Ein bekannter Vertreter der Aktionskunst war zum Beispiel auch Joseph Beuys. Er war Maler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Um gegen den Vietnamkrieg zu protestieren, ließ er sich bei einem Amerika-Besuch in der Galerie eines Freundes in New York für vier Tage mit einem Kojoten in eine Zelle einsperren. Er nannte dieses Projekt: "I like America and America likes me." Dass dieser Titel wohl eher ironisch aufzufassen ist, zeigt die Ausführung seiner Aktion. Als Beuys am John F. Kennedy Flughafen landete, ließ er sich komplett in Filz einhüllen, "weil er nichts von Amerika sehen wolle." Wenn Euch auch die Neugier gepackt hat, dann findet Ihr hier einen Link zu einem kleinen Ausschnitt von Beuys und seinem Kojoten: http://www.youtube.com/watch?v=FMoxf-iwLhU Wendet wir uns nun von der sehr grellen Aktionskunst ab, und der klassischen Kunst der 70/80 er Jahre zu, so kann ich Euch auch nur ans Herz legen einmal das Gemälde " La Gare de Perpignan" von Salvadore Dali anzuschauen. Auch wenn ich (noch) nicht viel von Kunsttheorie verstehe, wage ich zu behaupten, dass es so ein unglaubliches, vielschichtiges Werk nur selten geben kann! Ich würde beinahe sagen, dass ich mich ein wenig verliebt habe! Es hat sich also durchweg geloht heute an der FH gewesen zu sein. Ein schöner Tag! :-) Wir sehen uns morgen wieder! Eure Fizzels

14.5.13 23:58

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


a_Student\'s_Diary (24.5.13 10:21)
Hallo Fizzels,

mit Freude habe ich deinen Eintrag gelesen. Ich besuche auch die Vorlesung "Vertiefung Kulturraumstudien" und muss sagen, dass es die Vorlesung ist in der ich bislang mit Abstand am meisten gelernt habe. Ich bringe zwar schon einiges an Vorwissen zu dem Thema Kunst und Kultur mit, weil ich vor diesem Studium schon Architektur studiert habe und mich auch in meiner Freizeit sehr gerne damit auseinandersetze, jedoch lernt man jeden Dienstag etwas neues!
Vorallem finde ich es toll, dass parallel zur Kunst auch noch die Zeitgeschichte angesprochen wird. Allerdings muss diese Fülle an Information auch bis zur (mündlichen) Klausur gelernt werden... ob das klappt? Ich hoffe doch

P.S. "La Gare de Perpignan" habe ich vor ein paar Jahren "live" in der Dali-Austellung in Köln sehen können. Es ist in echt noch viel beeindruckender!!!

LG

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